Mark, wie bist du zu coodo gekommen?

Mark: Vor etwa 16 Jahren zog ich ich vom dichtbesiedelten Berlin-Mitte näher an den Fluss und stellte fest, dass es mir direkt besser ging, nahe an der Natur. Das faszinierte und interessierte mich. Ich fragte mich: Warum können wir nicht mobile Häuser haben, die sowohl auf festem Grund als auch auf dem Wasser stehen können? Die sich nahtlos in die Umgebung einfügen. Wäre das nicht großartig?

Es gibt einen richtigen Boom an viele tiny Häusern …

Mark: coodo ist kein tiny Haus. coodo ist ein coodo. Es war Recherchearbeit und Glück, dass ich die hervorragende Arbeit slowenischer Architekten entdeckte, die sich bereits viele Gedanken über die Prinzipien des mobilen Wohnens gemacht hatten. Daraufhin gründete ich die LTG Lofts to go, die später die Rechte für coodo kaufte. Mit einem kleinen Team haben wir die Grundlagen des mobilen Wohnens weiterentwickelt bis zur Marktreife.
Jens: coodo ist ein Haus aber auch eine Haltung. Wer sich für coodo entscheidet, sorgt dafür, dass neue, nachhaltige Wohnformen für die Zukunft entstehen. Das verändert Menschen, das schützt die Natur.

Was hat euch zusammengeführt, Jens und Mark?

Jens:
Meine Freundin erzählte mir mal von einem Typen, mit dem sie in den 90ern auf einer Party getanzt hat. Unvergesslich für sie, weil der Tänzer, es war Mark, sie mit so viel Talent und extremer Ausdauer über die Tanzfläche gedreht hatte. Nebenbei erwähnte sie, dass er beruflich, wunderschöne tiny Häuser entwickeln würde. Ein Klick auf die coodo-Webseite und ich ahnte die Chancen, die in dem Produkt stecken – für den Tourismus, für eine neue Art zu wohnen. Mit meiner Agentur weltmeyster habe ich über viele Jahre erfolgreich touristische Kampagnen mit Brands und Destinationen aufgesetzt und durchgeführt. coodo erschien mir der passende Puzzlestein, um Tourismus noch mal völlig neu zu erfinden und mir einen Traum zu erfüllen.

Welchen Traum?

Ich wollte immer Hotelier werden. Jetzt werde ich es, nur viel größer und besser als ich mir das als junger Mann hätte ausmalen können.

Mark: Als Jens mich anrief und wir über seine und meine Ideen für coodo gequatscht haben, merkten wir recht schnell, dass wir beide auf der selben Welle unterwegs sind. Er so der Macher mit geilen Kontakten und Ideen, ich so der leidenschaftliche, gut vernetzte Visionär, der den tiny-house-Markt schon Jahre inhaliert hatte. Das gemeinsame Ziel war: mit coodo ein 100 % nachhaltiges Produkt so auf den Markt zu bringen, dass es auch sozial ist.

Seid ihr auch Freunde?

Mark: Ich liebe Jens (lacht). Nein, im Ernst, Jens ist ein cooler Typ, total loyal. Das schätze ich sehr.

Jens: Nennen wir es Liebe, ok. (lacht) Wir sind wie ein Perpetuum mobile, einmal in Gang gesetzt, stoßen wir uns gegenseitig an, um voran zu kommen. Mal gibt der eine mehr Gas oder bremst ab, mal der andere. So haben wir binnen einen Jahres Produktion, Vertriebssystem, Blockchain, Brandentwicklung und vieles mehr auf die Beine gestellt. Etwa auch die Kooperation von hochklassigen Brandpartnern. Und ja: Mark und ich gehen auch mal was zusammen essen und trinken…

Mark: … oder Radfahren, demnächst mal wieder tanzen!

Ihr sagt, dass ihr den Tourismus neu erfinden wollt. Wie ist das gemeint?

Mark: Ich bin überzeugt, dass wir die Chance haben, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Gerade jetzt in, nach der Krise. Wir haben es in der Hand, die Zukunft gerade auch von jungen Menschen positiv zu verändern. coodo ist ein Wunscherfüller, coodo ist die Zukunft, weil coodo in allen Aspekten nachhaltig ist: Beginnend mit dem Baustoff Holz, der Produktion an einem Ort, der Tatsache, dass wir das coodo anschrauben statt es auf ein Betonfundament zu stellen aber Nachhaltigkeit hat noch mehr Aspekte…

Jens: Wir nennen es coodo eternity, new sustainability. Die coodo planets sun, moon, eart, so heißen unsere Modelle, können mit den Bedürfnissen wachsen, indem weitere Module hinzugefügt werden. Sie sind mobil und sie füllen Lücken und Dächer, auf brachliegenden Grundstücken in Städten oder auf dem Land.

Mark: Das bedeutet für den Tourismus, dass jetzt an neuen Orten coodo universes entstehen, die über eine gemeinsame Plattform für touristische Zwecke zur Verfügung stehen. Das ist wie Airbnb, nur besser, weil mit eigenem Produkt.

Mark hat gesagt coodo sei kein tiny Haus, coodo sei ein coodo – was heißt das?

Mark: Das heißt, dass wir mehr wollen, als Häuser zu bauen, wir wollen Menschen zu einem Lifestyle Upgrade verhelfen, sie einladen Teil des coodo clubs zu werden, einer Gemeinschaft, die 100 Prozent nachhaltiges Bauen fördert und dabei von den demokratischen Share- und Finanzierungsmodellen profitiert. Ob jung oder alt, wenig oder viel Vermögen – jeder kann partizipieren. Dafür haben wir die Infrastruktur geschaffen.

Jens: coodo macht Eigentum über „tokens“, das sind Anteile an coodo universes, für jeden möglich. Ob das coodo selbst genutzt oder ob es vermietet wird, die Rendite wird transparent und fair unter den Anteilseignern verteilt. Hier schafft Digitalisierung Möglichkeiten, die es früher einfach so nicht gab. Da musste man das Geld haben oder sich teuer bei der Bank leihen oder man konnte eben nie ein Haus besitzen, so wie die meisten. Dieses unsolidarische Prinzip hebeln wir mit der Tokenisierung aus.

Wo werden die ersten coodo universes entstehen?

Jens: Im eigenen Garten vielleicht, als Ruhe-Box zum Arbeiten oder zum ungestörtem Schlafen? In Dänemark bauen wir gerade ein universe auf, das 2022 eröffnen wird. Weitere Projekte sind in Planung – an wunderschönen Destinationen.

Mark: The world is my oyster, die Welt liegt uns zu Füßen oder wir ihr. coodo universes können jetzt überall entstehen, auf brachen Dächern und Grundstücken in der City genauso wie an Plätzen, wo man nicht auf herkömmliche Weise bauen darf. Ein coodo aber schon aufstellen kann – weil es wieder verschwinden kann. So mobil so wie seine Besitzer.